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Diese Anthologie enthält eine gekürztes Kapitel aus meinem Buch »Feuervogel«

… denk ich an Hamburg

… DENK ICH AN HAMBURG HAV – das ist die Hamburger Autorenvereinigung. Meine Geschichte in diesem Band heißt ‚Sturmflut‘ und ist eigentlich das zusammengestrichene erste Kapitel des Romans ‚Feuervogel‘. So was macht mir Spaß; es ist ein Spielen mit Worten. Deshalb kann ich prima meine eigenen Texte zusammenkochen oder auseinanderziehen. Selbst zu kürzen macht mir sehr wenig aus. Es bereitet mir allerdings ziemliche Schmerzen, wenn ein Anderer in meinen Texten herumstreicht, womöglich auch noch, ohne vorher mit mir darüber gesprochen zu haben!  

Weihnacht

WEIHNACHT Auch in dieser Anthologie ist meine Geschichte keine Geschichte, sondern ein von mir zusammengestrichenes Kapitel aus einem Roman, in diesem Fall ‚Der Winter der Libelle‘. Das ist nicht unüblich. Gerade bekanntere Namen (solche, die auf dem Schutzumschlag angegeben werden), machen sich’s auf diese Art gern leicht. Auszüge aus Romanen haben so was Snobistisch-Etabliertes, als hätte der Künstler nicht genug Zeit für einen Sammelband oder als wäre ihm das zu piefig. Um ganz ehrlich zu sein, finde ich es sehr viel netter, für ein Buch, das gesammelte Geschichten enthalten soll, eine Geschichte zu schreiben. Oder jedenfalls eine schon Geschriebene rauszusuchen, die passt.

Das dunkle Cover verrät schon, um was es geht.

Gute Nachbarschaft

GUTE NACHBARSCHAFT 13 gruselige Geschichten. Einige gab es schon lange, einige hab ich extra für dieses Buch geschrieben, damit die 13 voll wurde. Die älteste ist ‚Großer Bruder‘. Sie entstand, als ich fünfzehn oder sechzehn war. (Inzwischen hatte ich sie natürlich noch mal ein bisschen nachpoliert.) Kaum sehr viel jünger sind ‚Tante Lene‘ und ‚Kleiner Begleiter aus dem Wald.‘ ‚Am Mühlensee‘, die Geschichte vom Wassermann, habe ich vollkommen umgeschrieben. Die Grundidee stammte aus dem Ende der 70er-Jahre. Ursprünglich drehte es sich um eine alleinstehende Mutter mit einer erwachsenen und einer halbwüchsigen Tochter, die Besuch von einem entfernten Verwandten bekommen, einem hübschen jungen Mann, der mit allen dreien flirtet. Er bringt damit die Mutter und die ältere Tochter sehr durcheinander, was die Jüngste missbilligt. Als der Vetter unvorsichtigerweise am See so tut, als sei er der unheimliche Wassermann, schlägt die Kleine ihm mit einem Hammer den Schädel ein – und er versinkt. Hm, eigentlich ist das eine sehr schöne Geschichte, die mit ‚Am Mühlensee‘ nichts mehr zu tun hat. Ich sollte den Stoff noch mal benutzen, …

Meere

MEERE Meine Geschichte in der Anthologie heißt ‚Seefahrt tut weh.‘ Sie ist alt, wenn auch überarbeitet. In meiner zarten Jugend machte ich mal einen fünf Tage dauernden Segelturn auf einer alten Weserjolle mit. Ich konnte damals nicht mal schwimmen. Es war Oktober, nass und stürmisch. Die Crew bestand aus meinem Freund, der zwar einen Segelschein, aber wenig Erfahrung besaß, mir (ohne jede Ahnung von der christlichen oder irgendeiner anderen Art von Seefahrt) und zwei Landratten aus Schwaben. Sie flirtete fortgesetzt mit meinem Freund, der dafür nicht unempfänglich war (zumindest, bis sie sich mitten im Schiff auf seinen Lieblingspullover übergeben musste) und er schleppte einen Riesenpacken Bücher mit sich, die er endlich mal in Ruhe lesen wollte. Wenn mein Freund also irgendwo auf dem Kahn mit überschnappender Stimme nach dem zweiten Mann schrie – er möge sofort dies und das fest halten oder anbinden oder reffen oder so – dann pflegte der gemütvoll zu erwidern: „Ha, glei – will nur halt schnell des Kapitle zuend lese, gell?“ Es war ein totaler Albtraum. Selten haben fünf Tage …

Das Cover meines Kochbuchs Aalsuppe und Mehlbüddel ziert eine Illustration von Marunde.

Aalsuppe und Mehlbüddel

AALSUPPE UND MEHLBÜDDEL Mein Lieblingskochbuch. Es hat sich lange, lange recht gut verkauft. Das liegt natürlich vor allem an den bezaubernden Illustrationen von Marunde. Ich hatte seine Bilder und Karikaturen seit langem bewundert und hab mich dann einfach getraut, ihn anzurufen und zu fragen, ob er Lust hätte, mit mir gemeinsam ein norddeutsches Kochbuch zu machen. Und zu meinem Glück – hatte er Lust dazu.

Das Peanuts-Kochbuch war mein erstes Kochbuch überhaupt, aber es sollte nicht mein letztes bleiben. Hier das Cover dazu

Das Peanuts-Kochbuch

DAS PEANUTS-KOCHBUCH Niemand kann über alles lachen. Mit den Comics über den Kater Garfield kann ich beispielsweise nicht viel anfangen.Mit den rundköpfigen Kindern, den „Peanuts“ und dem Hund Snoopy sehr viel. Mein Sohn heißt mit zweitem Namen Linus, nach dem philosophisch veranlagten Kerlchen mit der Schmusedecke. Der Koch- und Sachbuchverlag Mary Hahn gehörte im Jahr 2000 noch zur Familie meines Hausverlags Langen Müller. Als Charles M. Schulz, der Vater der „Peanuts“ , im Februar gestorben war, tauchte der Plan auf, ein Kochbuch mit seinen Comics zu machen. Man fragte mich, ob ich das machen wollte: Amerikanische Küche, natürlich mit vielen Erdnüssen. Mein erstes Kochbuch. Da ich leidenschaftlich gern koche, hatte ich große Lust dazu. New York hatte ich mehrmals besucht und ich besaß auch Freunde und Bekannte, verteilt in den Vereinigten Staaten, die ich um Mithilfe bat. Außerdem bemühte ich mich, zu jedem Rezept den passenden Comic-Strip zu finden. Das Buch verkaufte sich sehr gut; 2007 gab der Kosmos-Verlag, der Mary Hahn übernommen hatte, eine Neuauflage heraus, diesmal nicht in Gelb, sondern in Feuerrot.