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Der Stern der Elbe

DER STERN DER ELBE Irgendwie überkam mich plötzlich die Lust, mal eine Familiensaga zu schreiben. Ich raffte einen kleinen Rest meiner Heldin Lene aus der ‚Friedensnacht‘ zusammen und verpackte sie in eine etwas andere Vita. Familie Reckwisch besitzt ein Kaffee-Haus, später ein Restaurant namens ‚Stern‘ in Altona. Lene heißt nun Henrietta oder Jetta, ist aber dasselbe kleine Biest, das weiß, was es will. Um sie herum entwickeln sich ihre Geschwister, der ehrgeizige Erich, der schöne, gefährliche Fritz, die freundliche, plumpe Fiti und, am Rande, die Tochter der Haushälterin, die kleine Irma, seit ihrer Kindheit in Erich verliebt … Der erste Teil beginnt gleich nach dem ersten Weltkrieg und endet im Herbst 1928. Ich möchte aber sehr gerne eine Fortsetzung schreiben, mindestens die nächsten zehn Jahre der Familie. Und von mir aus noch viel mehr. Ich liebe die Reckwischs …

Nicht nur das Cover habe ich selbst illustriert, auch der Innenteil enthält zahlreiche Bilder aus meiner Feder

Friedensnacht

FRIEDENSNACHT Der erste Weltkrieg hat mich schon immer fasziniert. 2011 und 2012 recherchierte ich wie verrückt für einen Roman, der im Jahr 1914 anfangen sollte. Die Heldin, Helene oder Lene, ist ein Spürchen älter als das Jahrhundert, bei Kriegsbeginn sechzehn Jahre. Während ihr Vater an der Front ist, erfährt Lene, dass ihre Stiefmutter Gerda mit einem jungen Offizier durchbrennen will. Um das zu verhindern, trifft sie sich selbst am Weihnachtsabend mit dem Mann und erreicht, dass er sich stattdessen mit ihr verlobt. Als sie herausfindet, dass dieser Abend nicht ohne Folgen blieb, ist ihr Verlobter schon gefallen. Obwohl sie sich mit Gerda eigentlich überhaupt nicht versteht, kommen die beiden in diesem Fall zu einer Übereinkunft: Die Stiefmutter gibt Lenes Sohn als ihr eigenes Kind aus. Gegen Ende des ersten Weltkriegs trifft Lene sich in Frankreich (wie sie glaubt, aus romantischen Gründen) mit einem jungen Soldaten, der sie mit einem Schlafmittel betäubt, um in ihren Kleidern und sogar mit ihren abgeschnittenen langen Locken unter dem Hut zu desertieren. Sie erwacht unbekleidet, mit ganz kurzem Haar und zieht, um sich irgendwie …