Alle Artikel mit dem Schlagwort: Partnerschaft

»Wie viele Männer braucht die Frau?« war meine erste Buchveröffentlichung

Wie viele Männer braucht die Frau?

WIE VIELE MÄNNER BRAUCHT DIE FRAU? Als ich noch ab und zu für die Zeitschrift JOURNAL FÜR DIE FRAU journalistisch tätig war, fragte mich die Redaktion eines Tages, ob ich ein Taschenbuch schreiben würde mit dem vorgegebenen Titel: „Wie viele Männer braucht die Frau?“ Das war kurz, nachdem mein Theaterstück mit dem Titel: „Ein Mann ist kein Mann“ aufgeführt worden war, zu betonen auf den Worten ein und kein. Ich bekam Bedenken, meine Unersättlichkeit in diesem Ausmaß an die große Glocke zu hängen. Also bat ich darum, unter einem anderen Namen veröffentlichen zu dürfen und schrieb das Sachbuch unter ‚Fee Domke‘. Das war einer der vielen Namen, unter denen ich Kurzkrimis und Liebesgeschichten für Zeitschriften verfasst hatte. Also ist „Wie viele Männer braucht die Frau?“ meine erste Buchveröffentlichung. Der Anhang ist immens; ich habe vorsichtshalber jedes halbe Komma aufgelistet, das ich irgendwo entnommen hatte … Ich bin eigentlich nach wie vor stolz darauf, denn abgesehen davon, dass die Tatsachen ein Spürchen veraltet sind, ist es ein ganz gescheites und bestimmt sehr amüsantes Buch über Partnerschaft …

Das Mittwochszimmer

DAS MITTWOCHSZIMMER „Wo haben Sie bloß immer die Ideen her?“, dürfte die am häufigsten gestellte Frage nach Lesungen sein. Aber ich jage ja nicht nach Ideen – sie sind überall, viel mehr, als man jemals verwenden könnte. Den Kern zu diesem Roman schenkte mir eine Bekannte beim Nachmittagskaffee. Sie kannte eine Frau, die über mehr als vierzig Jahre einen Geliebten hatte samt gemeinsamem Kind. Er war, aus verschiedenen komplizierten (wirtschaftlichen) Gründen, in dieser Zeit zweimal anderweitig verheiratet und hatte eigene Kinder. Trotzdem trafen die beiden sich an einem bestimmten Tag jede Woche und verreisten manchmal sogar miteinander. Und sie hoffte über diese gesamte Zeit fortgesetzt, er würde sie eines Tages doch mal heiraten. Inzwischen machte sie Karriere in ihrem Job, zog das Kind alleine groß und entwickelte sich weiter, ohne es zu merken. Und so wird sie weiter hoffen, bis einer von beiden stirbt oder die Welt untergeht … Ich machte daraus meine Heldin Conny und dachte darüber nach, wie sie wohl reagieren würde, erfolgreich und weiterentwickelt, wenn der inzwischen leicht gebeugte und etwas angegraute …

Das Buchcover ziert eine flammendroter Feuervogel

Feuervogel

FEUERVOGEL Die Außenseiterin Merle wird vom verprügelten Kind zur selbstbewussten Restaurantbesitzerin. Ein chaotischer Roman und eine Liebeserklärung an das Vorbild für Butz Voss: meinen Vater. Dem ist das Buch auch gewidmet – leider wurde das im Hardcover versehentlich vergessen und tauchte nur in der Taschenbuchausgabe auf. Und in der Taschenbuchausgabe sind auch die schrecklich falschen italienischen Redewendungen berichtigt, von denen keiner weiß, wie sie entstehen konnten … Die Geschichte ist sehr autobiographisch und ich schrieb mich so in Rage, dass alles urplötzlich auf mehr als 700 Seiten angeschwollen war. Etwa 350 sollten es aber werden … Also kürzte ich an einem verzweifelten Wochenende viele Handlungsstränge und entfernte ganze Personen aus der Geschichte. Das hat ihr nicht unbedingt gut getan und es blieben immer noch fast 500 Seiten übrig. Ich finde sie stilistisch recht unharmonisch. Trotzdem haben mir viele Leserinnen erklärt, gerade der Feuervogel sei ihr Lieblingsbuch! Viele mögen natürlich das Opilein. Und ausgerechnet das ist eine komplette Erfindung. Opilein nimmt gewissermaßen den Platz meiner Mutter ein. Die hätte es nämlich nicht ausgehalten, nochmal lesen zu …