Das Mittwochszimmer von Dagmar Seifert

Dagmar Seifert

Das Mittwochszimmer
Cover: Feuervogel
Die Geschichte einer Frau, die in Niendorf aufwächst – zwar einerseits ein Stadtteil Hamburgs, andererseits etwas wie eine abgeschlossene Kleinstadt.
Hier wohnen reiche Bürger und Mittelständler und vereinzelt gab es, gerade kurz nach dem Krieg, Asoziale. Zu denen gehört Connys Familie. Es riecht immer etwas muffig in dem selbst gebauten Haus, einer der Onkel verschwindet ab und zu im Knast und benutzt sogar die schmale Gestalt seiner kleinen Nichte für Einbrüche in der Umgebung.
Als beide dabei ertappt werden, ist das eher ein Segen: das Opfer ist eine ungewöhnliche Frau, die dem kleinen Mädchen dabei hilft, aus dem Milieu heraus zu finden.
Ehe sie richtig erwachsen ist begegnet Conny Vico, einem jungen Mann aus der feinen Niendorfer Gegend und ihre ganz große Liebe. Selbstverständlich eine verbotene, denn seine Eltern, die sein Medizinstudium finanzieren, untersagen Vico den Umgang mit Conny.
Sie ziehen es vor, dass er seine Kusine Susann heiratet.
Trotz dieser Ehe lässt sich die Anziehung zwischen Conny und Vico nicht unterdrücken.
Sie selbst war unehelich – und setzt diese Tradition jetzt fort, als sie von Vico einen kleinen Jungen bekommt.
Jeden Mittwochnachmittag ist Vicos Praxis geschlossen. Dann trifft er sich mit Conny in einem geheimen Zimmer. Über Jahrzehnte hinweg sind diese Stunden die wesentlichen in ihrem Leben.
Ganz nebenbei macht sie das Beste aus ihren Talenten. Sie wird Modeschöpferin und Besitzerin einer eigenen Kleiderfirma.
Und doch hofft sie nahezu ihr Leben lang darauf, eines Tages mit Vico verheiratet und die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Von Mittwoch – zu Mittwoch…

Videoteaser
Lesung des 1. Kapitels (23 Minuten)